Ein Seelendrama im Märchengewand: Die Nixe Rusalka möchte trotz der Warnungen des sie beschützenden Wassermannes Menschengestalt gewinnen, um die Liebe eines Prinzen, der allabendlich in ihrem See badet, zu erringen. Ihren Wunsch kann nur die Hexe Jezibaba in die Tat umsetzen: Diese fordert für die „Menschwerdung“ Rusalkas Stimme und befiehlt, dass die Nixe den Geliebten töten müsse, wenn dieser ihr untreu würde. Als schönes Mädchen erscheint sie fortan dem Prinzen, der sie sofort zur Frau nehmen will. Doch während der Hochzeitsvorbereitungen erliegt er dem Zauber einer „fremden Fürstin“ und wertet damit seine Verbindung zu Rusalka als Abenteuer ab…
„Rusalka“ erzählt – in symbolischer Verkleidung – eine Menge über das Geschlechterverhalten in der bürgerlichen Gesellschaft. Dvoráks Musik unterstreicht dies, indem sie die märchenhafte Handlung, die Hans Christian Andersens „Kleine Meerjungfrau“ variiert, in die Sphäre des Seelendramas erhebt. Gezeigt wird ein fantasiertes Zerrbild von Weiblichkeit: verlockend und vernichtend zugleich. Und so ist die 1901 in Prag uraufgeführte „Rusalka“ bei aller Poesie auch eine Oper über Frauen- und Männerfantasien.
| Premieren: | 09.04.2011 19.30 Uhr Freiberg |
| Musikalische Leitung | Jan Roloef Wolthuis |
| Regie | Judica Semler |
| Ausstattung | Tilo Staudte |
| Dramaturgie |
Hagen Kunze |
| Regieassistenz | Michael Britsch |
| Inspizienz | Franciska Jakabb-Kämpf |
| Soufflage | Lilly Baumgartner |
| Rusalka | Lilia Milek |
| Prinz | Emilio Ruggerio |
| Wassermann | |
| Jezibaba | Zsuzsanna Kakuk |
| Fremde Fürstin | Stefanie Jonas |
| Heger | Hans-Heinrich Ehrler |
| Küchenjunge | Susanne Engelhardt |
| 1. Waldelfe | Urte Jung |
| 2. Waldelfe | Sabine Sowade |
| 3. Waldelfe | Kathrin Moschke |
| Jäger | Jens Winkelmann |
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Chor des Mittelsächsischen Theaters Mittelsächsische Philharmonie |
(Lilia Milek)